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Trinkwasserhärten

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Härtebereich Gesamthärte   Härte Gesamthärte
1 0 – 7 °dH weich < 1,5 weich
2 7 – 14 °dH mittel 1,5 – 2,5 mittel
3 14 – 21 °dH hart > 2,5 hart
4 > 21 °dH sehr hart    

Härtegrade und Härtebereiche der Trinkwässer im Versorgungsgebiet desZweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Westuckermark. Stand März 2018:

Anlage/Wasserwerk ph-Wert °dH mmol/I in Worten (1 - 3)
Arnimswalde 7,20 15,8 2,80 hart 3
Boisterfelde 7,11 21,0 3,74 hart 3
Boitzenburg 7,46 17,2 3,07 hart 3
Buchholz 7,20 18,8 3,36 hart 3
Gandenitz 7,41 11,5 2,05 mittel 2
Gerswalde 7,15 17,2 3,07 hart 3
Groß Dölln 7,58 9,90 1,77 mittel 2
Hardenbeck 7,19 21,0 3,74 hart 3
Haßleben 7,29 24,0 4,29 sehr hart 4
Hessenhagen 7,22 18,8 3,35 hart 3
Küstrinchen 7,48 11,9 2,12 mittel 2
Lychen 7,48 13,6 2,42 mittel 2
Mahlendorf 7,62 12,9 2,31 mittel 2
Milmersdorf 7,52 15,3 2,74 hart 3
Mittenwalde 7,48 21,2 3,79 sehr hart 4
Ringenwalde 7,62 15,5 2,76 hart 3
Stegelitz 7,52 15,6 2,78 hart 3
Templin-1 7,56 14,2 2,54 hart 3
Templin-2 7,60 13,8 2,47 hart 3
Vietmannsdorf 7,89 7,15 1,28 mittel 2

Bewertungsgrundlagen

Umrechnung:  Härtegrad (mmol/l)  =  Härtegrad (°dH) / 5,61

Härtebereiche laut Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) v. 29.04.2007

Weiches Wasser, hartes Wasser?

Kalk im Trinkwasser hat Nachteile, bringt aber auch Gesundheit und Geschmack

Es ist ein schier aussichtsloses Unterfangen: Der tägliche Kampf mit Kalkablagerungen in Kochtöpfen, Warmwasserbereitern oder Waschmaschinen, das Wegrubbeln der Kalkflecken an Sanitäranlagen. Auch die verbrauchten Waschmittelberge plündern geradezu die Portmonees. Und das alles nur, weil das Wasser hart ist.

Das am 9. März 2007 vom Bundesrat verabschiedete neue Wasch-und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) formuliert wesentliche Änderungen der Wasserhärtebereiche: Sowohl die Verwendung der Bezeichnungen weich, mittel, hart als auch deren Berechnungsgrundlage (Millimol Calciumcarbonatje Liter). Insofern besteht prinzipiell eine lnformationspflicht seitens der
Wasserversorgungsunternehmen. Nach § 9 des WRMG müssen die Wasserversorgungsunternehmen ihren Kunden den Härtebereich des von ihnen abgegebenen Trinkwassers mindestens einmal jährlich, ferner bei jeder nicht nur vorübergehenden Änderung des Härtebereichs mitteilen.

Unser Trinkwasser ist ein Naturprodukt und steht in einem natürlichen Kreislauf. Insbesondere auf dem Weg durch die einzelnen Bodenschichten bis zum Grundwasserleiter, von welchem es im Bereich des Wasserwerkes über Tiefbrunnenanlagen wieder an die Oberfläche gefördert wird, reichert es sich mit vielen Inhaltsstoffen an. Zu diesen gehören auch die Härtebildner Calcium und Magnesium. Die für alle verbindliche Trinkwasserverordnung lässt die „Härte" des Wassers zu. Diese ist ein Qualitätsmerkmal unseres Trinkwassers - kein qualitativer Mangel.

Natürliche Bestandteile

Ob das Wasser nun weich, mittel, hart oder sehr hart ist (siehe hierzu die Übersicht), ist das Ergebnis der jeweilig vorherrschenden geologischen Bedingungen im Untergrund. Je nach Zusammensetzung der Bodenschichten wird das Grundwasser mit mehr oder weniger Inhaltsstoffen oder auch Mineralien, zu denen auch Calcium und Magnesium gehören, angereichert. Diese mineralischen Bestandteile gehören unverzichtbar zu unserem Lebensmittel Nr. 1 - dem Trinkwasser. Im Versorgungsgebiet des ZVWU liegen die Härtebereiche des Trinkwassers der Wasserwerke zwischen 1,6 und 4,21 Millimol Calciumcarbonat je Liter. Das entspricht den früher auf Waschmitteln, sonstigen Reinigungszusätzen oder auch von Geräteherstellern angegebenen Härtebereichen II,III und IV. Ergänzende Angaben sind der Übersicht zu entnehmen. Doch neben dem Frust bei zu viel Kalk im Wasser haben die beiden Mineralien so ihre Stärken für die menschliche Gesundheit. Knochen, Zähne, Nerven und Muskulatur bauen auf Calcium und Magnesium. Auch im Trinkwasserrohrnetz bewirkt Kalk etwas Positives. In Verbindung mit Eisen und Mangan entsteht eine durchaus gewollte Schutzschicht, die die Rohrleitung vor Korrosion schützt. Dies tröstet allerdings bei der täglichen Putzerei im Haushalt kaum. Wenn man jedoch nicht zuviel Kalk im Wasser haben möchte, gibt es einige Tricks, wie man dem Kalk ein Schnippchen schlagen kann.


Was tun bei zu viel Kalk?

Kesselstein - wie der Kalk volkstümlich genannt wird - bildet sich erst bei Temperaturen über 60 °C. Deshalb sollten Waschmaschine und Geschirrspüler, wenn es möglich ist und die Programme das zulassen, im Bereich unter 60 °C laufen. Bei der Dosierung des Reinigungsmittels sollte man sich zunächst an der Untergrenze des Härtebereichs orientieren. Bei unzureichendem Ergebnis kann man immer noch zu größeren Mengen greifen. Am besten wäre es, bereits im Wasserwerk einen zu hohen mineralischen Anteil zu entfernen und nur noch weicheres Trinkwasser ins Netz zu geben. Technisch wäre dies, wenn auch mit erheblichem Aufwand, durchaus möglich. Doch die dabei entstehenden Kosten laufen aus dem Ruder und würden in der Konsequenz zu einer beträchtlichen Erhöhung der Entgelte führen.